Seminar für Orientalische Archäologie und KunstgeschichteMartin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Institut für Altertumswissenschaften
Seminar für Orientalische Archäologie und Kunstgeschichte
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Lehrveranstaltungen - Lectures
 

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Kommentiertes Verzeichnis der Lehrveranstaltungen
Sommersemester 1997

Anfang WS 97-98



Seminar: Pilgerzentren in der Spätantike und in frühbyzantinischer Zeit
Durchführung: Brands, G.
Ort: Robertinum, HS Klassische Archäologie
Tag und Zeit: Do 14.00-16.00 Uhr
Zielgruppe: alle Semester
Zusammenfassung
Seit wann gibt es Pilgerfahrten zu den heiligen Stätten des Christentums? Wie kommt es zur Entwicklung von Pilgerzentren? Was macht ein Pilgerheiligtum baulich aus? Wie wird der Heilige inszeniert? Was tut man für das leibliche Wohl der Pilger? Welche Art von Andenken konnten Pilger kaufen? Wie lief eine Wallfahrt ab? In welcher Weise berichten frühe Pilger über ihre Erlebnisse? Auf welche Weise sind Pilgerzentren und Klöster miteinander verbunden? Welche Bedeutung hat die Spätantike für das mittelalterliche Wallfahrtswesen? Diese Fragen werden wir anhand einiger Beispiele aus dem gesamten Mittelmeergebiet zu beantworten versuchen. Behandelt werden z.B. Bauten in Rom (S.Pietro, S.Paolo, S.Agnese u.a. Märtyrerkirchen), Nordafrika, Konstantinopel, Kleinasien, Syrien und Ägypten.
Literatur
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Seminar: Christliche Ikonographie
Durchführung: Brands, G.
Ort: Kröllwitzer Str. 44, SR 222
Tag und Zeit: Fr 12.00-14.00
Zielgruppe: alle Semester
Zusammenfassung
Seit dem 3.Jh. n.Chr. werden in den verschiedensten Gattungen der bildenden Kunst christliche Bildvorlagen entwickelt. So beispielsweise auf Sarkophagen, Goldgläsern, liturgischem Silber, in der Katakombenmalerei und als Teil der Architekturausstattung auf Wand-, Boden- und Apsismosaiken. Die frühchristliche Bilderwelt, die auf diese Weise entsteht, bildet die Grundlage für das Verständnis der byzantinischen und mittelalterlichen Kunst. In der für Studenten aller Studienabschnitte geeigneten Lehrveranstaltung wird anhand von ausgewählten Beispielen der Frage nachgegangen, welche Bildthemen zu welcher Zeit aufkommen und wie dies im einzelnen zu erklären ist. Die Schriftquellen, vor allem des Alten und Neuen Testaments, die die Grundlage dieser Bildvorlagen bilden, werden erläutert und die Bilder selbst auf ihre formale Gestaltung und ihre symbolische Bedeutung hin untersucht.
Literatur
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Übung: Terminologie christlicher Architektur
Durchführung: Brands, G.
Ort: Robertinum, HS Klassische Archäologie
Tag und Zeit: Fr 09.00-11.00 Uhr
Zielgruppe: 1. Semester
Zusammenfassung
Das Beschreiben von Architektur und die terminologisch korrekte Bezeichnung von Bauformen (z.B. Kuppeln) und Baugliedern (z.B. Säule, Kapitell, Gebälk etc.) bildet eine der methodischen Voraussetzungen für die Beschäftigung mit historischer Architektur. In der für Studienanfänger gedachten Übung wird anhand ausgewählter Beispiele das Beschreiben von Architektur geübt. Bei dieser Gelegenheit soll ein Überblick über klassische Bauformen der römischen und frühchristlichen Architektur bis in frühbyzantinische Zeit vermittelt werden.
Literatur
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Übung: Ausgewählte Lektüre zur christlichen Archäologie
Durchführung: Brands G.
Ort: Robertinum, HS Klassische Archäologie
Tag und Zeit: Do 16.30-18.00 Uhr
Zielgruppe: alle Semester
Zusammenfassung
Die Christliche Archäologie ist - wie jede andere kunstwissenschaftliche Disziplin - in den vergangenen hundert Jahren von zahlreichen, teils dogmatischen Gelehrtenstreiten erschüttert worden: gab es christliche Kunst bereits in apostolischer Zeit, also noch zu Lebzeiten der Apostel? Seit wann gibt es die Form des Altargrabes, also der Beisetzung von Reliquien unter dem Altar, die seit dem Frühmittelalter die gängige Form der Reliquienaufbewahrung ist? Wann kommt die figürliche Plastik wieder auf? Daneben gibt es zahlreiche ungelöste Datierungsfragen, von denen z.T. bedeutende Monumente betroffen sind, die für die Beurteilung frühchristlicher und frühmittelalterlicher Kunst von großer Wichtigkeit sind. Diesen Fragen soll anhand von ausgewählten Streitfällen nachgegangen werden. Neben älteren Aufsätzen werden auch Neuerscheinungen auf dem Gebiet der christlichen Archäologie besprochen.
Literatur
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Übung: Die Uruk-Zeit
Durchführung: Gut, R.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 148
Tag und Zeit: n.V.
Zielgruppe: ab 3. Semester
Zusammenfassung
Die Veranstaltung soll an die kulturgeschichtliche Bedeutung des späten 4. vorchristlichen Jahrtausends heranführen und eine Grundkenntnis der materiellen Zeugnisse der Uruk-Zeit vermitteln. Neben Analysen einzelner Fundgattungen wie Siegel, Relief- und Rundplastik, Architektur oder Keramik soll auch auf die Schriftentstehung, auf Probleme der Chronologie und auf die verschiedenen Theorien zur Uruk-Zeit eingegangen werden. Von den Teilnehmern wird jeweils eine kurze Vorstellung eines urukzeitlichen Fundorts sowie ein ausführlicheres Referat erwartet. Bei Interesse kann sich am Ende eine Tagesexkursion nach Berlin anschließen, wo Funde der Uruk-Zeit im Vorderasiatischen Museum auf der Museumsinsel und im Museum für Vor- und Frühgeschichte im Schloß Charlottenburg ausgestellt sind.
Literatur
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Vorlesung: Geschichte und Kultur Süd- und Mittelmesopotamiens in der Altbabylonischen Zeit
Durchführung: Miglus, P.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 148
Tag und Zeit: n.V.
Zielgruppe: alle Semester
Zusammenfassung
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Literatur
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Vorlesung: Einführung in die Archäologie und Kunst Mittelasiens
Durchführung: Mode, M.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 148
Tag und Zeit: n.V.
Zielgruppe: 1. Semester
Zusammenfassung
Die Lehrveranstaltung soll über folgende Schwerpunkte an das im Titel genannte Gebiet heranführen: kulturgeographische Gegebenheiten, Arbeitsmethoden, Forschungsgeschichte, Quellen.
Literatur
Stawiskij, B. J.: Die Völker Mittelasiens im Lichte ihrer Kunstdenkmäler. Bonn 1982; History of civilizations of Central Asia. Vols. I-III. Paris 1992-1996

Übung: Einführung in die Archäologie und Kunst Mittelasiens
Durchführung: Mode, M.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 148
Tag und Zeit: n.V.
Zielgruppe: 1. Semester
Zusammenfassung
Diese Übung dient der Vertiefung des in der gleichnamigen Vorlesung vermittelten Stoffes.
Literatur
Stawiskij, B. J.: Die Völker Mittelasiens im Lichte ihrer Kunstdenkmäler. Bonn 1982; History of civilizations of Central Asia. Vols. I-III. Paris 1992-1996

Vorlesung: Abriß der Malerei Mittelasiens in vorislamischer Zeit
Durchführung: Mode, M.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 148
Tag und Zeit: n.V.
Zielgruppe: ab 5. Semester
Zusammenfassung
Die Vorlesung befaßt sich mit einer der bedeutendsten Leistungen mittelasiatischer Kunst vor der Islamisierung, im wesentlichen erst erschlossen durch intensive archäologische Forschungen seit den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts. In der Lehrveranstaltung geht es um eine Übersicht der Entwicklung der Malerei Mittelasiens seit den frühesten Zeiten (Neolithikum), wobei jedoch der zeitliche Schwerpunkt im 5.-8. Jh. liegt. An exemplarischen Beispielen werden charakteristische Zeugnisse vorgestellt, ihre kunsthistorischen Implikationen diskutiert und ihr kultur- und geistesgeschichtlicher Zusammenhang erörtert. Die Publikationen zum Thema sind großenteils in russischer Sprache abgefaßt.
Literatur
Azarpay, G.: Sogdian painting. The pictorial epic in Oriental art. Contributions by A. M. Belenitskii, B. I. Marshak, and M. J. Dresden. Berkeley, Los Angeles, London 1981; Pugatshenkova, G. A. - Rempel', L. I.: Otsherki iskusstva Srednej Azii. Drevnost' i srednevekov'e. Moskva 1982; Pugatshenkova, G. A. [red.]: Iz istorii zhivopisi Srednej Azii. Tradicii i novatorstvo. Tashkent 1984

Seminar: Archäologische Topographie Baktriens
Durchführung: Mode, M.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 148
Tag und Zeit: n.V.
Zielgruppe: ab 3. Semester
Zusammenfassung
Im Mittelpunkt des Seminars steht die Kulturlandschaft Baktrien, deren Kerngebiet die nordafghanische Ebene am mittleren Amudar'ja (dem antiken Oxos) sowie die südlichen Zonen Tadzhikistans und Uzbekistans an den Unterläufen von Surchandar'ja, Kafirnigan und Vachsh umfaßt. In den Referaten sollen charakteristische Fundplätze der großen archäologischen Perioden - Bronzezeit, Frühe Eisenzeit, Hellenismus, Kushanzeit, Frühmittelalter - vorgestellt werden. Die Literatur zur Erarbeitung der Referate ist aussschließlich in französischer, englischer und russischer Sprache abgefaßt.
Literatur
Errington, E. - Cribb, J. [eds.]: The crossroads of Asia. Transformation and symbol in the art of ancient Afghanistan and Pakistan. (Ausstellungskatalog). Cambridge 1992; History of civilizations of Central Asia. Vols. I-III. Paris 1992-1996; Ligabue, G. - Salvatori, S. [eds.]: Bactria. An ancient oasis civilization from the sands of Afghanistan. Venezia c. 1989

Vorlesung: Urartu und seine Nachbarn
Durchführung: Orthmann, W.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 148
Tag und Zeit: Do 18.00-20.00 Uhr
Zielgruppe: alle Semester
Zusammenfassung
Urartu, ein im Anfang des 1. Jt.s in Ostanatolien neu entstandenes Staatswesen, gehörte zu den wichtigsten Konkurrenten und Gegnern des assyrischen Weltreichs. Es erstreckte sich von den Bergen am Nordrand Assyriens bis weit nach Transkaukasien hinein und stand in Wechselbeziehungen nicht nur zur mesopotamischen Zivilisation, sondern auch zu den früheisenzeitlichen Kulturen Armeniens, Georgiens und des Nordwest-Irans. In der Vorlesung wird der Versuch unternommen, die Kulturgeschichte Ostanatoliens, Nordwest-Irans und des transkaukasischen Raumes in der Zeit zwischen ca. 1200 und 600 v.Chr. darzustellen.
Literatur
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Übung: Der Königsfriedhof von Ur
Durchführung: Orthmann, W.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 148
Tag und Zeit: Do 09.00-11.00
Zielgruppe: 1.-4. Semester
Zusammenfassung
Bei den englischen Grabungen in Ur wurde Anfang der 30er Jahre ein Gräberfeld mit "Fürstengräbern" und Privatbestattungen aus der Zeit zwischen ca. 2500 und 2000 v.Chr. ergraben. Die interessanten Befunde und die reichen Funde aus diesen Gräbern bieten die Möglichkeit, sich mit der Entwicklung der Bestattungssitten und des Kunsthandwerks in dieser Zeit vertraut zu machen.
Literatur
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Seminar: Topographie und Archäologie der Stadt Kalhu
Durchführung: Orthmann, W.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 148
Tag und Zeit: Di 18.00-20.00 Uhr
Zielgruppe: ab 5. Semester
Zusammenfassung
Anhand der Baureste, die in Nimrud ausgegraben wurden, und der in diesen geborgenen Schriftzeugnisse soll Fragen der Baugeschichte und der Stadtentwicklung in neuassyrischer Zeit nachgegangen werden. Das Seminar ist für Studierende des Hauptstudiums gedacht, in der Regel ist die Zwischenprüfung Voraussetzung für eine Teilnahme.
Literatur
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Übung: Archäologie und Kulturgeschichte des Mittelassyrischen Reiches
Durchführung: Pruß, A.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 148
Tag und Zeit: n.V.
Zielgruppe: Alle Semester
Zusammenfassung
Nachdem der König Hammurabi von Babylon im 17.Jh. das altassyrische Reich vernichtet hatte, sank Assur zu einem nur regional bedeutenden Zentrum herab. Zur Zeit der Mitanni-Könige (im 15./14.Jh.) war es diesen zeitweise tributpflichtig. Mit dem Niedergang der Mitanni-Herrschaft kann sich Assyrien erholen und wird schnell wieder zu einem Flächenstaat, der vor allem nach Westen expandiert. Nach dem Ende der Spätbronzezeit (im sog. "Seevölkersturm") kann sich Assyrien als relativ stabiles Gebilde behaupten. In den eroberten Gebieten wird rasch eine effektive Provinzverwaltung installiert. Die Kultur der neuen Provinzen wird assyrisiert und damit tiefgreifend verändert. In der Veranstaltung soll die Struktur der Expansion und der Assyrisierung Obermesopotamiens untersucht werden. Wesentliche Grundlage bilden neuere Grabungsergebnisse, vor allem in Nordsyrien. Weiterhin soll es darum gehen, neuere Forschungsergebnisse zur materiellen Kultur der mittelassyrischen Zeit zu rezipieren.
Literatur
Zur Geschichte: Fischer Weltgeschichte, Bd.3, Kapitel 1.II (E.Cassin); Cambridge Ancient History II.2, Kap.18 (C.J.Gadd), 25 (J.M.Munn-Rankin), 31 (D.J.Wiseman); H.Freydank: Beiträge zur mittelassyrischen Chronologie und Geschichte, Berlin 1991; W.Mayer: Politik und Kriegskunst der Assyrer (ALASPM 9), Münster 1995, Kapitel 6. Zur Frage nach der Struktur der Expansion: R.Lamprichs: Die Westexpansion des neuassyrischen Reiches (AOAT 239), Neunkirchen-Vluyn 1995 (nur zur Methodik). Einblick in die materielle Kultur vermittelt A.Haller: Die Gräber und Grüfte von Assur (WVDOG 65), Berlin 1954. Neuere Studien zur Keramik bzw. Glyptik: P.Pfälzner: Mittannische und Mittelassyrische Keramik. Eine chronologische, funktionale und produktionsökonomische Analyse (BATSH 3), Berlin 1995; D.M.Matthews: Principles of Composition in Near Eastern Glyptic of the Later Second Millenium B.C. (OBO Ser. Arch. 8), Fribourg/Göttingen 1990.

Vorlesung: Thebanische Privatgräber
Durchführung: Stoof, M.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 148
Tag und Zeit: Mo 13.00-15.00 Uhr
Zielgruppe: ab 2. Semester
Zusammenfassung
Die großen Beamtennekropolen in Westtheben werden in ihrer Entwicklung vom Alten bis zum Ende des Neuen Reiches betrachtet. Der Schwerpunkt liegt bei den Gräbern der 18. Bis 20. Dynastie. Es geht dabei um die unterschiedlichen Grabtypen, ihre Ausformung im einzelnen, die Veränderungen in der jeweiligen Architektur und im Bildprogramm.
Literatur
Serien: Theben. Hrsg. v. J. Assmann. Mainz; Archäologische Veröffentlichungen des Deutschen Archäologischen Institutes Abteilung Kairo. Mainz.

Seminar: Thebanische Privatgräber
Durchführung: Stoof, M.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 148
Tag und Zeit: Mo 15.00-17.00 Uhr
Zielgruppe: ab 2. Semester
Zusammenfassung
Das Seminar baut auf die gleichnamige Vorlesung auf. In Referaten sollen die Teilnehmer jeweils einige Gräber in ihrer Spezifik vorstellen, sie in die Entwicklung einreihen und die jeweiligen Besonderheiten der Architektur und der bildlichen Ausgestaltung herausarbeiten.
Literatur
Serien: Theben. Hrsg. von J. Assmann. Mainz; Archäologische Veröffentlichungen des Deutschen Archäologischen Institutes Abteilung Kairo. Mainz

Vorlesung: Das Alte Reich in Geschichte, Kunst und Archäologie
Durchführung: Stoof, M.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 148
Tag und Zeit: n.V.
Zielgruppe: Alle Semester
Zusammenfassung
Über die Epoche des Alten Reiches in Ägypten wird ein geschichtlicher Überblick gegeben. Wichtige Denkmäler dieser Zeit in der Architektur (Tempel, Königsgräber, Privatgräber), in der Plastik, im Flachbild, in der Siegelkunst sowie im Kunsthandwerk werden in ihrer Spezifik vorgestellt.
Literatur
Aldred, C. Egypt to the end of the Old Kingdom. London 1984; Breasted, J. Geschichte Ägyptens. Wien 1936; Beckerath, J. Abriß der Geschichte des alten Ägypten. München 1971; Leclant, J. Ägypten I. München 1979; Stadelmann, R. Die großen Pyramiden von Giza. Graz 1990

Übung: Plastik im alten Ägypten
Durchführung: Stoof, M.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 148
Tag und Zeit: n.V.
Zielgruppe: Ab 2. Semester
Zusammenfassung
In der Übung geht es um die Besonderheiten und die Entwicklung der Götter-, Königs- und Privatplastik von der Frühzeit bis zum Ende des Neuen Reiches. Es wird das Erkennen der Merkmale der verschiedenen Typen der Plastik geübt sowie ihre zeitliche Einornung.
Literatur
Schäfer, H. Das Bildnis im alten Ägypten. Leipzig 1921; Fechheimer, H. Die Plastik der Ägypter. Berlin 1918; Wolf, W. Die Kunst Ägyptens. Stuttgart 1957; Leclant, J. Ägypten I-III. München 1979; Vandersleyen, C. Das alte Ägypten.=Propyläen Kunstgeschichte 15. Berlin 1975


Kommentiertes Verzeichnis der Lehrveranstaltungen
Wintersemester 1997-1998

Anfang SS 98



Vorlesung: Konstantinopel - Grundzüge einer Stadt und Baugeschichte vom 4.-15.Jh.
Durchführung: Brands, G.
Ort: SKr I / SR 222
Tag und Zeit: Di 10.00-12.00 Uhr
Zielgruppe:
Zusammenfassung
Konstantinopel lief seit seiner Gründung im Jahre 325 den übrigen Metropolen des Mittelmeergebietes langsam, aber stetig den Rang als führendes Kunstzentrum ab. Während die Architektur der Gründungsphase noch relativ konventionell ausfiel, entwickelte sich die Stadt seit dem späten 4.Jh.n.Chr. schnell zum Schrittmacher in der Architektur- und Kunstszene. Hier wurden die bestimmenden Baugedanken entwickelt, Tendenzen aus anderen Kunstlandschaften rasch aufgegriffen und umgebildet. Art und Umfang dieses Prozesses werden in der Vorlesung behandelt. Im Vordergrund stehen die Sakral- und Profanarchitektur mit ihren bedeutenden Ausstattungen (Mosaiken, Baudekor, Mobiliar). Parallel zu ihrer Leitbildfunktion auf dem Gebiet der Architektur und Bauausstattung entwickelte sich die Stadt auch zu einem Zentrum der Mosaik- und Kleinkunst (Tafel- und Buchmalerei, Silber, Elfenbein, Keramik), in der sich ein Spiegelbild der byzantinischen Gesellschaft erhalten hat. Dementsprechend werden sowohl Hof- als auch Volkskunst behandelt, um einen Eindruck von der byzantinischen Gesellschaft und ihrer Organisation zu erhalten. Daneben wird in der Vorlesung ein Blick auf die von Konstantinopel beeinflußten und unter seiner Oberhoheit stehenden Regionen des byzantinischen Reiches im Osten (Armenien, Georgien) und Westen (Bulgarien, Italien) geworfen. Um die kulturprägende Bedeutung der byzantinischen Kunst Konstantinopels ermessen zu können, wird abschließend das Verhältnis der byzantinischen Kunst zum Islamischen Osten (Kreuzfahrerzeit; Einfluß auf den Moscheebau) und lateinischen Westen ausschnittweise beleuchtet.
Literatur
 

Seminar: Paläste, Villen, Häuser: Soziologie des Wohnens in der Spätantike
Durchführung: Brands, G.
Ort: Robertinum / HS Klass.Archäologie
Tag und Zeit: Di 14.00-16.00 Uhr
Zielgruppe:
Zusammenfassung
Die spätantike Architekturgeschichte ist auf weite Strecken noch immer eine Geschichte der Kirchenarchitektur. Einen handbuchartigen Überblick über die Wohnhausarchitektur der Spätantike gibt es bislang nicht, was zu zahlreichen Vorurteilen über die Qualität des Wohnens in der Spätantike geführt hat. Dabei ist die Zahl der Befunde in den letzten Jahrzehnten beachtlich angewachsen. Auf dieser Grundlage ist es neuerdings wenigstens in Ansätzen möglich, eine Geschichte des Wohnens in der Spätantike zu rekonstruieren, die ein wesentlich differenzierteres Bild von der spätantiken Wohnkultur entstehen läßt. Anhand einiger Beispiele aus dem gesamten Mittelmeergebiet (3.-7.Jh.n.Chr.) soll der Frage nachgegangen werden, wie die einzelnen Gruppen der spätantiken römischen Gesellschaft lebten (Palast, Villa, Einzel- und Mehrfamilienhaus) und in welcher Weise sich die regionalen Unterschiede in der Wohnhausarchitektur bemerkbar machten. Es wird zu untersuchen sein, inwieweit die spätantike Hausarchitektur auf bewährte Vorbilder aus der klassisch-griechischen und römischen Architektur zurückgriff und worin der Eigenbeitrag der Epoche zur Ausbildung einer spezifisch spätantiken Wohnkultur bestand.
Literatur
 

Übung: Einführung in die Christliche Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte
Durchführung: Brands, G.
Ort: SKr I / SR 222
Tag und Zeit: Mi 9.00-11.00 Uhr
Zielgruppe:
Zusammenfassung
Einführung in die Geschichte des Fachs, seine Forschungsgegenstände und -methoden, in die wesentlichen Arbeitsmittel des Fachs und ihre Benutzung.
Literatur
 

Kolloquium: Ausgewählte Lektüre zur Christlichen Archäologie und Byzantinischen Kunstgeschichte
Durchführung: Brands, G.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 146
Tag und Zeit: n.V.
Zielgruppe:
Zusammenfassung
Die Veranstaltung richtet sich an Studenten aller Studienabschnitte (Anfänger sind willkommen!). Das Kolloquium versteht sich als Gesprächskreis, in dem aktuelle Neuerscheinungen aus dem Gebiet der Christlichen Archäologie und Byzantinischen Kunstgeschichte in gemeinsamer Lektüre und Diskussion kritisch behandelt werden. Daneben Vorstellung von jüngeren Ausstellungen und Ausstellungskatalogen aus dem Fachgebiet.
Literatur
 

Vorlesung: Kunst und Architektur der Timuriden
Durchführung: Gierlichs,J.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 146
Tag und Zeit: n.V.
Zielgruppe:
Zusammenfassung
 
Literatur
 

Vorlesung: Das Ende des Alten Orient? Mesopotamien von der neubabylonischen bis zur sasanidischen Zeit
Durchführung: Hauser,S.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 146
Tag und Zeit: n.V.
Zielgruppe:
Zusammenfassung
Als der Perserkönig Kyros 539 v.Chr. Babylon eroberte, so tat er das, der Propaganda zufolge, auf Wunsch des Marduk, des Stadtgottes und Herrn des babylonischen Pantheon. Der Seleukidenherrscher Antiochos I. ließ im 3. Jh. v.Chr. den Marduktempel neu aufführen, wobei er nach altem mesopotamischen Ritual den ersten Ziegel fertigte. Einen regen Kultbetrieb in diesem Tempel während der nachfolgenden Arsakiden- (Parther-)zeit belegt ein Keilschrifttext, der in das Jahr 93 v.Chr. datiert werden kann. Drei Beispiele, die das Fortdauern altorientalischer Traditionen in Großreichen zeigen, die traditionellerweise aus ideengeschichtlichen Gründen nicht mehr dem Alten Orient zugerechnet werden. Die Vorlesung will ausgehend vom neubabylonischen Reich Brüche und Kontinuitäten in Mesopotamien vom 6. Jh. v.Chr. bis zum 3. Jh. n.Chr. untersuchen.
Literatur
 

Seminar: Einführung in archäologische Arbeitstechniken und Interpretationen
Durchführung: Hauser,S.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 146
Tag und Zeit: n.V.
Zielgruppe:
Zusammenfassung
Die Frage, welche Aussagemöglichkeiten Archäologen haben, stellt sich nicht nur am Anfang eines Studiums. Gerade zu Beginn aber ist zu lernen, wie man Grabungsbefunde und Funde einordnen und interpretieren kann. Wie beschreibt man einen Gegenstand, wie datiert man ihn? Wie entstehen Chronologien? Was ist Stratigraphie? Wie kommen wir von einer Ausgrabung zu Rekonstruktionen von Gesellschaften? Diese Übung soll die Grundlagen archäologischer Arbeit vermitteln. Dabei verfolgt sie den Weg von der Entstehung archäologischer Kontexte, über deren Ausgrabung und Dokumentation, zur Publikation der Schichten, Architektur und Funde und ihrer Interpretation.
Literatur
 

Vorlesung: Die Darstellung des altorientalischen Herrschers
Durchführung: Miglus,P.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 146
Tag und Zeit: n.V.
Zielgruppe:
Zusammenfassung
 
Literatur
 

Vorlesung: Architektur und Kunst von Gandhara
Durchführung: Mode, M.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 146
Tag und Zeit: n.V.
Zielgruppe:
Zusammenfassung
Seit der Zeitenwende entwickelte sich das Gebiet von Gandhara zu einer der bedeutendsten und produktivsten Kunstprovinzen im Nordwesten des indischen Subkontinents. Maßgeblich getragen vom Buddhismus und hauptsächlich während der Herrschaft der Kushana entstanden hier Werke der Architektur und Kunst, die maßgeblich vom Buddhismus getragen wurden. Die Kunst von Gandhara strahlte im Süden nach Indien hinein und im Nordwesten über Afghanistan ins südliche Mittelasien.
Literatur
Zur Einführung: W. Zwalf: The shrines of Gandhara. London 1979

Vorlesung: Die Kunst des Alten Orients in der Spätzeit: I. Felsbilder in Iran und Mittelasien
Durchführung: Mode, M.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 146
Tag und Zeit: n.V.
Zielgruppe:
Zusammenfassung
Zu den bedeutendsten Zeugnissen der Kunst des späten Alten Orients gehören die Werke der Felskunst. Dazu zählen Schöpfungen der seleukidisch-parthischen Perioden ebenso wie der sasanidischen Zeit. Während im Westiran und benachbarten Gebieten insbesondere das schon in den klassischen altorientalischen Perioden etablierte Felsenrelief eine erneute - und letzte - Blüte durchlief, dominierte im Osten die Felsmalerei. Die westiranische Felskunst repräsentiert wesentlich den Selbstdarstellungs- und Legitimationsgedanken der parthischen und sasanidischen Fürsten, die östliche Felsmalerei dagegen vornehmlich Weltbild und Bilderwelt des Buddhismus im Spannungsfeld zwischen Mittel- und Südasien sowie Iran.
Literatur
L. Vanden Berghe: Reliefs rupestres de l'Iran ancien. Bruxelles 1984. - H. E. Mathiesen: Sculpture in the Parthian empire. Aarhus 1992. - Z. Tarzi: L'architecture et le décor rupestre des grottes de Bamiyan. Paris 1977. - D. Klimburg-Salter: The kingdom of Bamiyan. Naples, Rome 1989

Übung: Architektur und Kunst von Gandhara
Durchführung: Mode, M.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 146
Tag und Zeit: n.V.
Zielgruppe:
Zusammenfassung
Diese Übung dient der Vertiefung des in der gleichnamigen Vorlesung gebotenen Stoffes.
Literatur
 

Seminar: Neolithische Kulturen Mittel- und Südasiens
Durchführung: Mode, M.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 146
Tag und Zeit: n.V.
Zielgruppe:
Zusammenfassung
Das Neolithikum ist einer der Wendepunkte in der Kulturgeschichte der Menschheit. Während für das alte Vorderasien die neolithischen Kulturen seit längerem gut dokumentiert sind, haben sich diesbezügliche Materialien für Mittelasien und die südlich angrenzenden Regionen erst in letzter Zeit stärker vermehrt. Die Lehrveranstaltung soll sich nach einer einführenden Betrachtung zum Neolithikum im Vorderen Orient besonders auf die östlich an Vorderasien grenzenden neolithischen Kulturgruppen konzentrieren, um Verbindungen, strukturelle Gleich- und Verschiedenartigkeiten zwischen den Großräumen beleuchten zu können. Die Seminarteilnehmer werden charakteristische neolithische Fundkomplexe vorstellen und ihre Bedeutung diskutieren. Publikationen zum Thema liegen in russischer, französischer und englischer Sprache vor.
Literatur
Zur Einführung: J. Mellaart: The Neolithic of the Near East. London 1975. - S. P. Gupta: Archaeology of Soviet Central Asia and the Indian borderlands. Delhi 1979. - Kohl Ph. L.: Central Asia. Palaeolithic beginnings to the Iron Age. Paris 1984. - Dani A. H. - Masson V. M. [ed.]: History of civilizations of Central Asia. Vol. I. The dawn of civilization: earliest times to 700 B.C. Paris 1992

Vorlesung: Syrien in vorhellenistischer Zeit
Durchführung: Orthmann, W. - Meinhold, A.
Ort: Melanchthonianum
Tag und Zeit: Do 17.30-19.00 Uhr
Zielgruppe:
Zusammenfassung
 
Literatur
 

Vorlesung: Mesopotamien und Nordsyrien in der Frühdynastischen Zeit
Durchführung: Orthmann, W.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 146
Tag und Zeit: Do 18.00-20.00 Uhr
Zielgruppe:
Zusammenfassung
 
Literatur
 

Seminar: Mesopotamische Glyptik des 3.Jt.v.Chr.
Durchführung: Orthmann, W.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 146
Tag und Zeit: Di 18.00-20.00 Uhr
Zielgruppe:
Zusammenfassung
 
Literatur
 

Seminar: Einführung in die Archäologie des Jemen
Durchführung: Pruß, A.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 146
Tag und Zeit: n.V.
Zielgruppe: ab 2. Semester
Zusammenfassung
Der Südwesten der Arabischen Halbinsel ist durch weite Wüsten bzw. Ozeane von den sonstigen Kulturregionen des Vorderen Orients getrennt. Daher wird die Archäologie des Jemen im Rahmen der Orientalischen Archäologie nur selten behandelt. Das Seminar soll aufzeigen, daß diese Region zu Unrecht lange Zeit vernachlässigt wurde. Schwerpunkt der Veranstaltung ist die altsüdarabische Kultur, die von ca. 1000 v.Chr. bis ins 6.Jh. n.Chr. bestanden hat. In dieser Zeit existierten im Jemen eine Reihe von selbständigen Staaten, von denen Saba mit seiner Hauptstadt Marib der bekannteste ist. Im Rahmen des Seminars sollen Grundkenntnisse der altsüdarabischen Archäologie vermittelt werden. Von den Teilnehmern wird ein Kurzreferat über einen Grabungsort bzw. eine Region erwartet, weiterhin ein ausführliches Referat mit anschließender Hausarbeit zu einem kulturgeschichtlichen oder objektbezogenen Thema.
Literatur
W.Daum (Hg.): Der Jemen (Ausstellungskatalog Innsbruck), 1987. A.Grohmann: Kulturgeschichte des Alten Orients. Arabien (Handbuch der Altertumswissenschaft III.1.3.3.4), München 1963, insbesondere Kapitel III. Der südarabische Raum, S. 93-252.

Vorlesung: Einführung in die Archäologie und Kunst Ägyptens
Durchführung: Stoof, M.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 146
Tag und Zeit: n.V.
Zielgruppe:
Zusammenfassung
Behandelt werden die Geschichte des Faches, seine Forschungsgegenstände und -methoden. Dabei werden Kenntnisse in der Landeskunde vermittelt und ein kurzer Überblick über die Geschichte Ägyptens vom 4. Jt.v.Chr. bis zur römischen Zeit gegeben. Weitere Schwerpunkte sind die Kulturgeschichte, wichtige Denkmälergruppen sowie bedeutende archäologische Stätten.
Literatur
 

Vorlesung: Das Mittlere Reich in Geschichte, Kunst und Archäologie
Durchführung: Stoof, M.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 146
Tag und Zeit: n.V.
Zielgruppe:
Zusammenfassung
Das Mittlere Reich ist eine eigenständige Epoche im alten Ägypten und umfaßt etwa den Zeitraum von 2000 - 1600 v.Chr. Unter Sesostris I. setzte eine starke Expansion ein, die sich besonders gegen Nubien richtete. Ein großer wirtschaftlicher Erfolg war die Kolonisierung des Fayum unter Amenemhet III. Ausgehend von den historischen Ereignissen dieser Zeit werden in der Vorlesung die wichtigsten Denkmälergruppen der Architektur (Göttertempel, Pyramiden, Privatgräber, Festungen, Wohnhäuser), der Plastik (Königsbildnis, Privatplastik, Modelle), des Flachbildes (Tempelrelief, Malereien in Privatgräbern) und der Kleinkunst (besonders Schmuck) dieser Zeit vorgestellt.
Literatur
 

Seminar: Archäologie und Kunst Ägyptens
Durchführung: Stoof, M.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 146
Tag und Zeit: n.V.
Zielgruppe:
Zusammenfassung
Es wird auf die wesentlichen Arbeitsmittel des Faches und ihre Benutzung eingegangen. Einzelne archäologische Stätten sollen in ihrer Entdeckungs- bzw. Ausgrabungsgeschichte sowie mit ihren wichtigsten Denkmälern in den Referaten vorgestellt werden.
Literatur
 

Übung: Architektur im alten Ägypten
Durchführung: Stoof, M.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 146
Tag und Zeit: n.V.
Zielgruppe:
Zusammenfassung
Die Übung soll die Studierenden mit den Grundprinzipien der ägyptischen Architektur, den Typen und der Entwicklung der ägyptischen Tempel, der Königsgräber (Pyramiden, Felsgräber), der Privatgräber (Mastabas, Felsgräber) und der Profanbauten von der Frühzeit bis zum Ende des Neuen Reiches vertraut machen.
Literatur
 


Lehrveranstaltungen im Sommersemester 1998
(aktualisiert April 1998)

Anfang WS 98/99



S Nordmesopotamien in der christlichen Spätantike
Brands,G.
Brandbergweg 23 c / 146
Di 14.00-16.00

Ü Einführung in die Christliche Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte
Brands,G.
Brandbergweg 23 c / 146
Di 16.00-18.00

Ü Beschreibungen von Kunst und Architektur in der spätantiken Literatur Kunstgeschichte
Brands,G.; Malich,B.
H.-u.-Th.-Mann-Str.
Do 13.00-15.00

S Die Stadt Babylon und Babylonien im 1. Jahrtsd. v. Chr.
Gut,R.
Brandbergweg 23 c / 146
Do 14.00-16.00

V Die Kunst des Alten Orients in der Spätzeit: II. Toreutik in Iran und Mittelasien
Mode,M.
Brandbergweg 23 c / 146
Do 14.00-16.00

Ü Die Kunst des Alten Orients in der Spätzeit. II
Mode,M.
Brandbergweg 23 c / 146
n.V.

V Tierstil-Kulturen der eurasischen Eisenzeit
Mode,M.
Brandbergweg 23 c / 146
Mo 10.00-12.00

V Mesopotamien und Syrien im späten 3. und frühen 2. Jahrtsd. v. Chr.
Orthmann,W.
Brandbergweg 23 c / 146
Do 10.00-12.00

V Mesopotamische Glyptik des 2. Jahrtsd. v. Chr.
Orthmann,W.
Brandbergweg 23 c / 146
DO 16.00-18.00

S Ägyptische und ägyptisierende Funde im Vorderen Orient
Orthmann,W.; Stoof,M.
Brandbergweg 23 c / 146
Di 18.00-20.00

S Bronzezeitliche Keramik aus Mesopotamien und Syrien
Pruß,A.
Brandbergweg 23c / 146
Mi 15.00-17.00

V Entwicklung der Privatgräber Ägyptens bis zum Mittleren Reich
Stoof,M.
Brandbergweg 23 c / 146
Mo 13.00-15.00

V Die 18. Dynastie in Geschichte, Kunst und Archäologie
Stoof,M.
Brandbergweg 23 c / 146
Fr 8.00-10.00

Ü Das Flachbild im alten Ägypten
Stoof,M.
Brandbergweg 23 c / 146
Mo 15.00-17.00

V Die Induskultur
Winkelmann,S.
Brandbergweg 23 c / 146
Do 12.00-14.00

Ps Einführung in die altorientalische Glyptik
Winkelmann,S.
Brandbergweg 23 c / 146
Di 8.00-10.00

V Hauptstädte des alten Mesopotamien - Topographie der Macht
Miglus,P.
Brandbergweg 23 c / 146
Mi 10.15-13.15



Kommentiertes Verzeichnis der Lehrveranstaltungen
Wintersemester 1998/99

Anfang


Vorlesung: Kleinasien in der Spätantike
Durchführung: Brands, G.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 148
Tag und Zeit: Do 14.00-16.00
Zielgruppe: alle Semester
Zusammenfassung
Das 4.- 6. Jh.n.Chr. ist für Kleinansien eine Phase wirtschaftlicher Prosperität und kultureller Blüte. Zugleich machen Städte und Chora der kleinasiatischen Provinzen durch die rasche Christianisierung einen nachhaltigen Wandel durch. Neue Bauformen wurden entwickelt, neue urbanistische Konzepte erprobt, mit denen sich die Städte dem politischen und religiösen Zeitgeist anzupassen versuchten. In der als Überblick konzipierten Vorlesung wird diesem Entwicklungsprozeß am Beispiel wichtiger Metropolen (Konstantinopel, Ephesos, Edessa, Amida) wie auch kleinerer Landstädte nachgegangen. Im Vordergrund steht neben städtebaulichen Fragen die Behandlung von Sakral- und Profanarchitektur. Das geographische Gebiet umfaßt die Küsten- und Hochlandregionen der heutigen West- und Südtürkei sowie den Südosten des Landes (Osrhoene, Mesopotamia). Die Vorlesung, die der Vorbereitung einer Exkursion in die Türkei dient, wird im kommenden Sommersemester durch ein Seminar ergänzt (Prof. Dr. A. Furtwängler - Prof. Dr. G. Brands).
Literatur
-

Seminar: Spätantike Porträts (3.-6.Jh.)
Durchführung: Brands, G.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 148
Tag und Zeit: n.V.
Zielgruppe: alle Semester
Zusammenfassung
Das Seminar richtet sich in erster Linie an Studienanfänger und Studenten im Grundstudium, die sich einen Überblick über das spätantike Porträt zwischen den Severern und dem mittleren 6. Jh.n.Chr. verschaffen möchten. Im Mittelpunkt stehen die Kaiserporträts des 4. und 5. Jhs., die Porträttypen sowie die Probleme ihrer Identifizierung und Benennung.
Literatur
-

Übung mit Exkursion: Bestimmungsübung "Spätantike und Byzantinische Kunst"
Durchführung: Brands, G.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 148
Tag und Zeit: n.V.
Zielgruppe: alle Semester
Zusammenfassung
Im Winter findet im Bayerischen Nationalmuseum und der Prähistorischen Staatssammlung in München eine Ausstellung mit Objekten spätantiker und byzantinischer Kunst aus bayerischen Museen und Privatsammlungen statt. Die als Blockveranstaltung konzipierte Übung, in der jeder Teilnehmer anhand eines ausgewählten Objektes eine kurze Einführung in die betreffende Gattung geben soll, dient der Vorbereitung einer zweitägigen Exkursion nach München.
Literatur
-

Seminar: Vor dem Thron - Hofzeremoniell und Audienzen von Sargon II. bis Justinian
Durchführung: Brands, G. - Pruß, A.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 148
Tag und Zeit: n.V.
Zielgruppe: alle Semester
Zusammenfassung
In dem Seminar soll es um die Entwicklung des Verhältnisses von Herrschern und Untertanen, um das Selbstverständnis der Regenten und den Ablauf von Audienzen gehen. Auch das Verhältnis von tatsächlichem Ablauf und bildlicher Darstellung der Audienzen soll betrachtet werden: Was wird dargestellt - was nicht? Es wird der Frage nachzugehen sein, welchen Anteil orientalische Traditionen am antiken Herrscherkult gehabt haben. Es bietet sich dabei an, die Betrachtung mit der Sargonidenzeit einsetzen zu lassen, die durch schriftliche und bildliche Quellen gut belegt ist. Weitere Schwerpunkte werden die Achämenidenzeit, die Kunst Lykiens, die hellenistische Zeit und die römische Kaiserzeit sein. Den zeitlichen Abschluß soll die Untersuchung der Verhältnisse in spätantik-byzantinischer Zeit bilden. Die Veranstaltung soll eine Einladung für Orientarchäologen, Klassische Archäologen, Kunstgeschichtler und Byzantinisten sein, einen Blick über die traditionellen Grenzen des eigenen Faches zu wagen.
Literatur
Pauline Albenda: The Palace of Sargon, King of Assyria (ERC 22), Paris 1986; D. Carradine & S. Price (Hg.): Rituals of Royalty: Power and Ceremonial in Traditional Societies, Cambridge 1987; Antonie Wlosok (Hg.): Römischer Kaiserkult (Wege der Forschung 372), Darmstadt 1978

Seminar: Die Architektur der anatolischen Seldschuken
Durchführung: Gierlichs, J.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 148
Tag und Zeit: n.V.
Zielgruppe: alle Semester
Zusammenfassung
Das Seminar gehört inhaltlich in das Fachgebiet "Islamische Archäologie und Kunst". Es knüpft an früher gehaltene Seminare "Architektur Mittelasiens in islamischer Zeit" und "Timuridische Architektur und Kunst" an, setzt diese aber nicht voraus. Vorgestellt werden die wichtigsten Architekturgattungen (Moschee, Medrese, Türbe, Palast, Karawansereil u.a.) sowie der vielgestaltige, z.T. außergewöhnliche Baudekor. Außerdem sollen Entwicklung und regionale Unterschiede sowie an ausgewählten Beispielen die Charakteristika der anatolisch-seldschukischen Baukunst verdeutlicht werden.
Literatur
Aslanapa, O.: Turkish Art and Architecture (London 1971); Cahen, C.: Pre-Ottoman Turkey (New York 1968); Erdmann, K.: Das anatolische Karavansaray des 13. Jahrhunderts (Berlin 1961, 1976); Gabriel, A.: Monuments turc d'Anatolie (Paris 1931-34); Gierlichs, J.: Mittelalterliche Tierreliefs in Anatolien und Nordmesopotamien (Tübingen 1996); Meinecke, M.: Fayencedekorationen seldschukischer Sakralbauten in Kleinasien (Tübingen 1976); Öney, G.: Anadolu Selçuklu mimarisinde süsleme ve el Sanatlari (2. Aufl., Ankara 1988); Rogers, M.: Recent Work on Seljuk Anatolia, Kunst des Orients, 6 1969 (1970), 134-69.

Seminar: Endneolithikum und Frühchalkolithikum in Mesopotamien: Hassuna - Samarra - Halaf
Durchführung: Gut, R.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 148
Tag und Zeit: n.V.
Zielgruppe: alle Semester
Zusammenfassung
Das Frühneolithikum Mesopotamiens ist durch die Domestizierung und Kultivierung von Herdentieren und Getreide geprägt. Innerhalb weniger Jahrtausende wurden aus Jägern und Sammlern mit nomadischer Lebensweise seßhafte Ackerbauern. Dörfliche Gesellschaften bestimmen von nun an das Bild. Ihre Siedlungen sind überwiegend im fruchtbaren Regenfeldbaugebiet im Norden der mesopotamischen Tiefebene zu finden, breiten sich aber auch bereits in aridere Zonen aus. Drei Kulturen, die aufgrund ihrer aufwendig bemalten Keramik schon sehr früh bekannt wurden, die Hassuna-, Samarra- und Halaf-Kultur, sollen im Mittelpunkt dieses Seminars stehen. Ziel ist es, die jeweiligen Charakteristika dieser Kulturen herauszuarbeiten, die räumlichen und zeitlichen Bezüge aufzuzeigen und Siedlungsstrukturen, materielle Zeugnisse (Keramik, Stempelsiegel etc.) und die Lebensgrundlagen dieser Zeit (Stichworte Ackerbau, Jagd, früher Handel?, erste Bewässerung?) eingehender zu untersuchen.
Literatur
S. Lloyd, F. Safar, Tell Hassuna: Excavations by the Iraq Government Directorate of Antiquities in 1940 and 1941, JNES 2.2, 1943, 131-158; E. Herzfeld, Die Ausgrabungen von Samarra, Bd. V: Die Vorgeschichtlichen Töpfereien von Samarra, Berlin 1930; M. Freiherr von Oppenheim, Der Tell Halaf: Eine neue Kultur im ältesten Mesopotamien., Leipzig 1931; M.E.L. Mallowan, J.C. Rose, Excavations at Tall Arpachiyah 1933, Iraq 2, 1935, 1-178; R. Gut, Das prähistorische Ninive, Baghdader Forschungen 19, 1995 (mit weiterführenden Literaturangaben); P. Akkermans (Hrsg.), Tell Sabi Abyad: The Late Neolithic settlement, Istanbul/Leiden 1996 (dto.)

Vorlesung: Die Kunst des Alten Orients in der Spätzeit. III. Vorislamische Architektur Mittelasiens
Durchführung: Mode, M.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 148
Tag und Zeit: n.V.
Zielgruppe: alle Semester
Zusammenfassung
Die Lehrveranstaltung befaßt sich mit der Entwicklung und den Formen mittelasiatischer Baukunst von der Hellenisierung bis hin zur Eroberung durch die Moslems. Schwerpunkt der Betrachtung werden dabei neben der Profanarchitektur (Wohn- und Palastanlagen) besonders die Kultbauten sein. Gerade letztere stellen uns aufgrund der komplizierten kulturgeschichtlichen Entwicklung Mittelasiens im genannten Zeitraum vor erhebliche Probleme bei der Interpretation und Bewertung. Die vielfältigen Beziehungsrichtungen Mittelasiens erfordern einige Seitenblicke auf die gleichzeitigen baugeschichtlichen Prozesse im Iran und in Südasien.
Literatur
Chmelnickij, S.: Zwischen Kuschanen und Arabern. Die Architektur Mittelasiens im V.-VIII. Jh. Berlin 1989. Ders.: Mezhdu arabami i tjurkami. Architektur Srednej Azii IX-X vv. Berlin, Riga 1992

Seminar: Sibirische Sammlung und Oxus-Schatz
Durchführung: Mode,M.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 148
Tag und Zeit: n.V.
Zielgruppe: alle Semester
Zusammenfassung
Zwei bedeutende eisenzeitliche Konglomerate von Kunstgegenständen bilden den inhaltlichen Rahmen des Seminars: Die seit dem 17. Jh. zusammengetragene Sammlung sibirischer Steppenkunst der Ermitage und der auf abenteuerlichen Wegen ins Britische Museum gelangte Oxus-Schatz markieren kunstgeschichtliche Schnittstellen zwischen dem Alten Orient, Mittelasien und den Steppenkulturen. Ziel der Lehrveranstaltung ist es, die Entdeckungsgeschichte ebenso wie die Bestände selbst zu beleuchten, ihre Bewertung durch die Forschung zu darzulegen und einzelne, besonders herausragende Stücke einer eingehenden Betrachtung zu unterziehen.
Literatur
Dalton, O. M.: The Treasure of the Oxus. London 1926. Rudenko, S. I.: Sibirskaja kollekcija Petra I. Moskva, Leningrad 1962

Proseminar: Einführung in die Archäologie Mittelasiens
Durchführung: Mode, M.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 148
Tag und Zeit: Zeit
Zielgruppe: Grundstudium
Zusammenfassung
Die Lehrveranstaltung soll über folgende Schwerpunkte an das im Titel genannte Gebiet heranführen: kulturgeographische Gegebenheiten, Arbeitsmethoden, Forschungsgeschichte, Quellen.
Literatur
Stawiskij, B. J.: Die Völker Mittelasiens im Lichte ihrer Kunstdenkmäler. Bonn 1982; History of civilizations of Central Asia. Vols. I-III. Paris 1992-1996

Vorlesung: Mesopotamien und Syrien in der 2. Hälfte des 2. Jt. v. Chr.
Durchführung: Orthmann, W.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 148
Tag und Zeit: Do 10.00-12.00
Zielgruppe: alle Semester
Zusammenfassung
 
Literatur
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Vorlesung: Späthethitische Kunst
Durchführung: Orthmann, W.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 148
Tag und Zeit: Do 16.00-18.00
Zielgruppe: alle Semester
Zusammenfassung
 
Literatur
-

Seminar: Ugarit
Durchführung: Orthmann, W.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 148
Tag und Zeit: Di 18.00-20.00
Zielgruppe: alle Semester
Zusammenfassung
 
Literatur
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Übung: Methodik der Oberflächenuntersuchung und der Ausgrabung
Durchführung: Orthmann, W.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 148
Tag und Zeit: n.V.
Zielgruppe: alle Semester
Zusammenfassung
 
Literatur
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Vorlesung: Die Ramessidenzeit in Geschichte, Kunst und Archäologie
Durchführung: Stoof, M.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 148
Tag und Zeit: n.V.
Zielgruppe: alle Semester
Zusammenfassung
Die Ramessidenzeit (19./20. Dyn.) als Teil des Neuen Reiches umfaßt etwa den Zeitraum von 1305 - 1080 v. Chr. In der 19. Dynastie gewinnt Ägypten nochmals eine herausragende Stellung als Großmacht im Nahen Osten, mit den Hethitern wird ein Friedens- und Bündnisvertrag abgeschlossen. Die 20. Dynastie ist gekennzeichnet durch die Auseinandersetzungen mit den Seevölkern und ständige innenpolitische Schwierigkeiten (Thronstreitigkeiten, Wirtschaftskrisen). Oberägypten ist unter Herrschaft der thebanischen Hohenpriester nahezu selbständig. Ausgehend von den historischen Ereignissen dieser Zeit werden in der Vorlesung die wichtigsten Denkmälergruppen der Architektur (Göttertempel, Totentempel, Königsgräber im Tal der Könige, Privatgräber), des Flachbildes (Tempelrelief, Darstellungen in Privat- und Königsgräbern) und der Kleinkunst (insbesondere Siegelamulette) vorgestellt. Ein Schwerpunkt liegt dabei in der Zeit Ramses' II.
Literatur
Leclant, J. Ägypten II. Das Großreich. München 1980; Beckerath, J. v. Abriß der Geschichte des alten Ägypten. München 1971; Ramses le Grand. Galeries Nationales du Grand Palais. Paris 1976

Vorlesung: Kulturgeschichte des alten Ägypten
Durchführung: Stoof, M.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 148
Tag und Zeit: Mo 13.00-15.00
Zielgruppe: alle Semester
Zusammenfassung
Die Vorlesung gibt einen Überblick über unterschiedliche kulturgeschichtliche Themen. Dazu gehören die Landwirtschaft (Ackerbau, Viehzucht), die verschiedenen handwerklichen Techniken (Gefäßherstellung, Holz-, Stein- und Metallbearbeitung) aber auch das alltägliche Leben (Wohnen, Ernährung, Kleidung). Außerdem wird auf die schriftlichen Zeugnisse der alten Ägypter, die Methoden der Mumifizierung, die medizinischen Kenntnisse der Ägypter, auf die Stellung der Frau, auf den Alltag der Leute in Deir el-Medineh und auf die Grabräuberprozesse in Theben eingegangen.
Literatur
Drenkhahn, R. Die Handwerker und ihre Tätigkeiten im alten Ägypten. Wiesbaden 1976; Germer, R. Mumien. München 1991; Manniche, L. Liebe und Sexualität im alten Ägypten. München 1988; Schlott, A. Schrift und Schreiber im alten Ägypten. München 1989; Erman, A. Die Literatur der Ägypter. Leipzig 1923

Seminar: Die Stadt Amarna und ihre Denkmäler
Durchführung: Stoof, M.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 148
Tag und Zeit: n.V.
Zielgruppe: alle Semester
Zusammenfassung
Amarna war in der 18. Dynastie zur Zeit Amenophis' IV. (Echnaton) die Hauptstadt Ägyptens. Das von Grenzstelen abgesteckte Gebiet umfaßt neben den großen Atontempeln den Königspalast mit seinen Anlagen, die Wohnviertel der eigentlichen Stadt, die sogenannte Arbeitersiedlung, zahlreiche Privatkapellen, die Wüstenaltäre, den großen staatlichen Getreidespeicher, sowie die Privatgräber und das Königsgrab. Diese Denkmäler mit ihren Funden bilden die Grundlage der Seminarreferate, die entweder einzelne Architekturensembles oder Fundgruppen bzw. den Zusammenhang beider vorstellen sollen.
Literatur
Kemp, B. Amarna reports. London 1984 ff; Petrie, W. Tell el Amarna. London 1894; Bomann, A. The privat chapel in ancient Egypt. London 1991; The city of Akhenaten I-III. Oxford 1923-1951

Übung: Denkmälerkunde des Alten Reiches
Durchführung: Stoof, M.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 148
Tag und Zeit: Mo 15.00-17.00
Zielgruppe: alle Semester
Zusammenfassung
Die Übung soll die Studierenden mit den wichtigsten Denkmälern des Alten Reiches vertraut machen. Zu diesen gehören die Pyramidenanlagen mit ihren Tal- und Totentempeln, die Sonnenheiligtümer, die Privatgräber (Mastabas und Felsgräber) aber auch die Königs- und Privatplastik sowie das Flachbild aus Gräbern und Tempeln. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Rollsiegel und die beginnende Stempelglyptik.
Literatur
Leclant, J. Ägypten I. Das Alte und das Mittlere Reich. München 1979; Wolf, W. Die Kunst Ägyptens. Stuttgart 1957; Lange, K./Hirmer, M. Aegypten. München 1955; Michalowski, K. The art of ancient Egypt. London 1968

Vorlesung: Einführung in die Archäologie des indischen Subkontinents
Durchführung: Winkelmann, S.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 148
Tag und Zeit: n.V.
Zielgruppe: alle Semester
Zusammenfassung
Die Vorlesung dient als Überblicksveranstaltung. Sie gibt einen Einblick in die Entwicklung auf dem indischen Subkontinent vom Paläolithikum bis zur Ankunft der Römer. Geographisch schließt sie neben Indien auch die kulturell verbundenen Gebiete des heutigen Pakistan, Bangla Desh und Sri Lanka ein. Behandelt werden die geographischen Voraussetzungen, die altsteinzeitlichen Kulturen und ihre Techniken, der Übergang zum Neolithikum, die Herausbildung der 1. Hochkultur, der Induskultur und ihre Nachfolgekulturen, die Einwanderung der Arier, das Dekhanchalkolithikum und die eisenzeitlichen Kulturen Indiens.
Literatur
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Vorlesung: Glyptik Irans, Mittelasiens und Nordwestindiens vom 4. bis 2. Jt.v.u.Z.
Durchführung: Winkelmann, S.
Ort: Brandbergweg 23 c, Raum 148
Tag und Zeit: n.V.
Zielgruppe: ab 3. Semester
Zusammenfassung
Es handelt sich um eine Vorlesung mit Übung. Behandelt wird die Glyptik der Kulturen des iranischen Hochlandes und der angrenzenden Gebiete Afghanistans, Mittelasiens und Nordwestindiens, deren Glyptik überwiegend durch die Produktion von Stempelsiegeln gekennzeichnet ist. Schwerpunkte bilden die frühen iranischen Stempelsiegel, die proto-elamischen, südostiranischen und anshanitischen Roll- und Stempelsiegel, die Stempelsiegel der Hilmendkultur und der Kulturen Belutschistans, die murghabo-baktrische Glyptik und die Indussiegel. In einer Übung sollen die ikonographischen Gemeinsamkeiten und interregionalen Beziehungen erarbeitet werden.
Literatur
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update: 2017-09-06
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